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Seite drucken - Moers – eine zauberhafte Grafenstadt versprüht ihren ganz eigenen Charme

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Allgemein => Meine Stadt => Thema gestartet von: webmaster am 29. Juli 2006, 23:23:27



Titel: Moers – eine zauberhafte Grafenstadt versprüht ihren ganz eigenen Charme
Beitrag von: webmaster am 29. Juli 2006, 23:23:27
Die Geschichte dieser märchenhaften Stadt erzählt von Römern, Gräfen, Gräfinnen, Königen und Kaisern. Doch auch heute noch lockt sie mit ihrem Zauber viele Besucher an den Niederrhein!

von Nicole Zieseniss, Moers

Moers ist eine sehr alte Stadt, die über die Jahrhunderte – ja sogar Jahrtausende – gewachsen und in den Herzen der Niederrheiner fest verankert ist. Bereits um 2500 v. Chr. gab es die ersten Zeichen einer Ansiedlung im Raum Moers-Hülsdonk und für den Zeitraum um 500 v. Chr. sind weitere Siedlungsfunde im Zentrum von Moers dokumentiert. In der Römerzeit (12 – 11 v. Chr.) wurde das Lager Asciburgium auf dem Gebiet des heutigen Moerser Stadtteils Asberg von Drusus – einem Schwiegersohn des berühmten Augustus! – gegründet!

Schon im 9. Jahrhundert wurde Moers als „Murse“ erstmalig in Urkunden erwähnt und nachdem König Albrecht I. dieser wunderschönen Stadt im Jahre 1300 die Stadtrechte verliehen hatte, begann man fleißig damit, Gräben und Mauern um die gemütliche Grafschaft zu ziehen. Das Moerser Schloss – heute ein Museum und eines der vielen Wahrzeichen von Moers – muss so im 12. Jahrhundert erbaut worden sein, was man an den ältesten Teilen des Gebäudes erkennen kann. Einmal im Monat werden hier auch standesamtliche Trauungen vollzogen, doch die Termine sind meist bereits auf Monate ausgebucht! Das Schloss grenzt direkt an den Moerser Schlosspark, welcher sich wiederum mitten in der Altstadt befindet. Es kursieren Gerüchte und Legenden darüber, dass dieser Park von einem Grafen, der zur damaligen Zeit das Schloss bewohnte, aus Liebe zu seiner Frau in Auftrag gegeben worden sei. Auch heute noch lockt der Park viele Besucher an, die diese Oase der Ruhe genießen möchten. Ein Abenteuerspielplatz, Mini-Golf und „Enten füttern“ sorgt auch bei den Kleineren für Abwechslung! Doch Achtung! Einmal im Jahr, genauer gesagt zur Pfingstzeit, findet hier ein berühmt-berüchtigtes Event statt: das Jazz-Festival! Selbst wer nicht zu den Fans des Jazz gehört, muss das einfach mal erlebt haben! Die Verkaufsstände, die teilweise doch sehr kuriosen Gestalten, die Atmosphäre… das alles lässt sich nicht in Worte fassen.

Ganz in der Nähe des Schlosses – ebenfalls im Zentrum der Altstadt – entstand 1448 das so genannte Karmeliter-Kloster, in welchem sich heute die Evangelische Stadtkirche befindet. Es ist eine recht große und eindrucksvolle Kirche - zumindest für eine Evangelische, die sonst immer recht schlicht sind und gegenüber den katholischen Bauwerken stets verblassen. Auch sie ist ein magischer Anziehungspunkt für alle Heiratswilligen!

Im Jahr 1560 hielt die Reformation unter Graf Hermann in der Stadt Einzug, welcher drei Jahre später auch die Gerichtsordnung einführte. Zwischen 1586 und 1597 wurde Moers in den Spanisch-Niederländischen Krieg verwickelt, da Graf Adolf auch Gouverneur des nahe gelegenen Ortes Geldern und des niederländischen Utrecht war. 1600 starb die letzte Gräfin von Moers und die Ländereien gingen auf Moritz von Nassau über. In den folgenden Jahrzehnten erlebte die Stadt unter den Niederländern eine Blütezeit! Ein großes Feuer zerstörte dann jedoch im Jahr 1605 einen großen Teil der Altstadt und 1623 raffte die Pest 900 Bewohner nieder.

1702 fiel die Stadt an Preußen und wurde 1706 zum Fürstentum erklärt. Weitere sechs Jahre später ließ König Friedrich I. die Niederländer endgültig aus der Stadt vertreiben. 1794 gelangte die Stadt dann unter die französische Herrschaft, um letztendlich wieder an Preußen zurückzugehen. Zur 200-jährigen Zugehörigkeit zu Preußen reiste Kaiser Wilhelm II. persönlich an.

Nach dem ersten Weltkrieg stand Moers unter belgischer Besetzung. Im zweiten Weltkrieg befreiten US-amerikanische Truppen die Stadt am 4. März 1945. Zahlreiche Denkmäler zeugen von der schweren Zeit unter den Nazis, in welcher die jüdische Synagoge in Brand gesetzt, aber auch mutige Widerstandsgruppen gebildet wurden. Ausführliche und teilweise sehr nahe gehende Informationen bietet das empfehlenswerte Buch (ISBN 3-89535-701-4) von Bernhard Schmidt und Fritz Burger: „Tatort Moers“ – Widerstand und Nationalsozialismus im südlichen Altkreis Moers! Eine absolute Pflichtlektüre für jeden aus Moers, Neukirchen-Vluyn, Duisburg, Krefeld und Umgebung! Dieses Buch enthält unter anderem auch einen Beitrag von Hanns Dieter Hüsch, einem der wohl bekanntesten Persönlichkeiten, die die je Stadt hervorgebracht hat. Der Tod des Kabarettisten (2005) veranlasste nicht nur viele Moerser, sondern auch Hunderte von Fans und Freunden an dem Trauerzug durch die Stadt teilzunehmen. An dem Trauergottesdienst erschienen unter anderem auch der Entertainer Harald Schmidt und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). Mit Hüsch verlor die Stadt einen der bemerkenswertesten Menschen und ihm zu Ehren wurde die Zentralbibliothek in „Hanns-Dieter-Hüsch-Bibliothek“ umgetauft.

Seit 1987 gilt Moers mit über 100.000 Einwohnern als Großstadt. Im Jahr 2000 feierten die Moerser 700-jähriges Bestehen ihrer Stadt! Heute ist Moers dafür bekannt, ihren alten Charme behalten zu haben, obwohl sie an das größte Ballungsgebiet Deutschlands grenzt: das Ruhrgebiet. Doch trotz der großen und eindrucksvollen Städte wie Essen, Duisburg, Oberhausen, Dortmund, Bochum usw., lockt Moers immer noch mit der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Moerser Kirmes, dem Moerser Weihnachtsmarkt und dem bereits erwähnten Jazz-Festival.

Moers ist ganz einfach eine sehr schöne kleine Großstadt…