Wesel. Der Bagger knabbert weiter an der alten Rheinbrücke. Der zweite Träger liegt bereits unten. Daneben wird an einem Teil für die Anschlussstelle Wesel gearbeitet. Seit über einer Woche rauscht der Verkehr über die neue Brücke, durch das auf den Kopf stehende Ypsilon.
Die Freude darüber, dass die neue Rheinquerung fertig ist, wird allerdings getrübt, weil die jetzige Verkehrsführung mit Problemen und Belastungen verbunden ist. Denn während die Fahrt auf die Xantener Straße reibungslos läuft, klappt es mit der Anbindung an die B 58 durch den Ortskern von Büderich noch nicht. Und das sorgte in der vergangenen Woche für Stress, für Kritik und für schnelle Reaktionen von Seiten des Landesbetriebs Straßen und von der Stadt Wesel.
Straßen wurden für den Durchgangsverkehr gesperrt, Ampeln aufgestellt. Doch der Strom der Kritik, der Beschwerden versiegte deshalb noch nicht, wie Helmut Kluthe von der Stadt Wesel erleben durfte. Aber, so fragt er, was können man noch tun. Wäre es im Sinne der Büdericher den Ortsteil richtig zu verriegeln? Wohl nicht.
Der Perricher Weg wurde erst dicht gemacht, nur Radfahrer und Linienbusse durften von der Xantener Straße einbiegen. Das war den Anwohnern nicht recht. Also wurde ein weiteres Schild montiert: Anlieger frei. Beruhigt hat sich dadurch die Situation aber nicht. Immer noch melden sich Anwohner, die sich über zuviel Verkehr beschweren, oder bemängeln, dass zu schnell gefahren werde. Und: Lastwagenfahrer ignorieren einfach das Anlieger-frei-Schild und düsen trotzdem über die Straße, um nicht den weiten Bogen über Birten zur Grünthal-Kreuzung machen zu müssen.
Am Perricher Weg erleichtert eine Ampel, Fußgängern den Gang über die Straße. Etwas weiter, an der Kreuzung Xantener Straße/Büdericher Straße regelt eine Ampel den Verkehr. Zudem weisen Schilder Autofahrer darauf hin, dass die Büdericher Straße nur bis zur Spedition Imgrund frei ist. Danach ist es eine Sackgasse. Auch innerhalb des Ortes hat die Stadt Sperren aufgestellt. Damit wolle man den Durchgangsverkehr raushalten, so Kluthe.
Noch einige Tage müssen sich Autofahrer wie Anwohner gedulden. Die sogenannte Spange, von der Auffahrt auf die Brücke bis zur B 58 im Ortskern wird in den nächsten Tagen fertig. Wenn alles glatt läuft, so Helmut Reinsch vom Landesbetrieb Straßenbau, könne sie heute in einer Woche freigegeben werden. Dafür müsse das Wetter mitspielen. Vor Weihnachten sei man auf jeden Fall fertig.








