Wesel. Und wieder ist ein Stau rund um die neue Weseler Rheinbrücke programmiert: Diesmal hat er allerdings nichts mit der Umleitung in Sachen Büdericher Anbindung zu tun, diesmal werden zwei amerikanische Fünf-Zentner-Bomben entschärft
Wie der Fachbereich Bürgerdienste, Personal und Feuerschutz der Stadtverwaltung Wesel gestern mitteilte, bleibt die Brücke am heutigen Mittwoch voraussichtlich ab kurz vor 10 Uhr bis etwa 11 Uhr komplett gesperrt.
Außerdem müssen in einem Umkreis von 250 Metern die Wohn- und Geschäftshäuser geräumt werden. Wer davon betroffen ist, hat bereits die entsprechenden Hinweise in Form von Flugblättern im Briefkasten gefunden. Es handelt sich um die Straße „Am Lippeglacis” zwischen der Schillstraße und dem Damaschkeweg. Hinzu kommen der äußerste Rand des Damaschkeweges sowie die Straße „Am Feldtor”. Auch die Büdericher Insel mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt muss für die Dauer der Entschärfung geräumt werden, wie Andreas Harbat von der Stadtverwaltung auf NRZ-Anfrage mitteilte. Der Verkehr wird auf der rechten Rheinseite an der Ampelkreuzung B 8/B 58 gestoppt, auf der linken kurz vor der neuen Rheinbrücke, zudem gibt es eine Sperrung „Am Lippeglacis”.
Die beiden Fliegerbomben waren bei so genannten Sondierungsarbeiten im Rahmen der Lippeverlegung auf den Wiesen in der Nähe der Niederrheinbrücke entdeckt worden. Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf werden sie unschädlich machen. Ordnungsbehörde, Feuerwehr und Polizei legten gemeinsam den genauen Bereich der Absperrung fest. Sind die Bomben entschärft, wird die Polizei per Lautsprecherdurchsagen Entwarnung geben. Eine Meldung per Sirene ist in diesem Fall nicht vorgesehen.
Insgesamt wurden in dem Areal an der Lippe in den vergangenen zehn Jahren mehr als 150 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und entschärft.








