Wesel. Fusch beim Bau der Rheinbrücke? Was in Köln auf Baustellen für die U-Bahn passiert ist, schließt Hans Löckmann, Projektleiter für den Bau der neuen Brücke, kategorisch aus. „Wir haben ein eigenes Qualitätssicherungssystem. Und das funktioniert“, sagt er im Gespräch mit der NRZ. Lieferungen und Qualität werden aber nicht nur vor Ort, auf der Baustelle überprüft, ein solches System gebe es auch bei den Lieferanten.
Das wegen den Vorkommnissen in Köln in die Schlagzeilen geratene Unternehmen Bilfinger Berger war auch auf der Weseler Jahrhundertbaustelle tätig. Der Vertragspartner des Landesbetriebs Straßen NRW, die Firma Kirchner, hat es als Subunternehmer engagiert.
Mitarbeiter von Bilfinger Berger haben die 160 Großbohrpfähle, auf denen die gesamte Brückenkonstruktion sitzt, errichtet. Dabei sind für die Bewährung Körbe aus Eisen verbaut worden. Durch die eigene Bauüberwachung sei sichergestellt, dass die Eisen, die auf den Plänen eingezeichnet sind, auch eingebaut wurden, betont Löckmann.
Das Kontroll-System hat auch beim Bau des Pylonen gegriffen. Weil dafür ein hochfester Beton notwendig war, sei jede Fuhre kontrolliert worden, berichtet der Projektleiter. Und eine ganze Menge ist wieder zum Hersteller zurückgeschickt worden. Weil die Qualität nicht stimmte.
Bei der Kontrolle hat der Landesbetrieb einen Vorteil: Er verfügt über sachkundiges Personal. Ansonsten hätte man zugelassene Ingenieurbüros „als Erfüllungsgehilfen“ ins Boot holen müssen, so Projektleiter Hans Löckmann. Die Mitarbeiter haben auf der Baustelle überprüft, ob die gelieferten Materialien mit der Bestellung übereinstimmen und ob sie auch, wie es die Baupläne vorsehen, eingebaut worden sind.
Auch beim Bau der beiden Umgehungsstraßen setzt der Landesbetrieb auf das Kontroll-System.








