Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /homepages/0/d530306170/htdocs/nrbw/httpdocs/includes/mx_api.php on line 293

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /homepages/0/d530306170/htdocs/nrbw/httpdocs/includes/mx_api.php on line 293

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /homepages/0/d530306170/htdocs/nrbw/httpdocs/includes/mx_api.php on line 1321
Brücke brummend unterwegs
Rheinbruecke-Wesel.de, DAS ORIGINAL

Brücke brummend unterwegs

Datum: Mittwoch, 22. November 2006
Thema: Berichte Rheinische Post

(RP) Hochspannung auf der linksrheinischen Großbaustelle: Zentimeter für Zentimeter und mehr hör- als sichtbar setzte sich das erste Teil gestern Mittag Richtung Rheinufer in Bewegung.


Vereinzelte Zaungäste lugen von der B 58 durchs Geäst Richtung Takt-Schiebestation. Sehen können sie wegen der großen Entfernung auf den ersten Blick nichts. Und wahrscheinlich auch nichts hören. Unmittelbar unter dem enormen Bauteil der neuen Weseler Rheinbrücke ist das anders. Es ist das erste, das auf die Reise Richtung Ufer gedrückt wird. Brummend, dröhnend und teils auch etwas quietschend setzt sich die gigantische Last in Bewegung. Rund 2450 Tonnen wiegt allein das 34 mal 29 Meter messende Betonstück. Hinzu kommt der sogenannte Vorbauschnabel aus Stahl, an dem später jene Platten montiert werden, die den Fluss überspannen.

Mit einem Ruck freigerüttelt

„Und sie bewegt sich doch !“ Das ist der Standardspruch am gestrigen Mittag. Die Spannung ist hoch, die Zufriedenheit auch. Denn nach einem ersten Ruck geht es bald immer besser voran. „Wie ein Kuchen aus der Form“, veranschaulicht Berthold Dünk vom Landesbetrieb Straßen NRW das Freirütteln des Betons aus der Schalung. „Er ist nicht angebrannt“, ergänzt sein Kollege Franz-Josef Scheuer.

Mit Oberbauleiter Jürgen Fey von der Firma Kirchner kann Scheuer schon nach gut einer Stunde die ersten vier Meter Bodenplatte von unten begutachten. Alles bestens, lautet ihr erstes Urteil: glatter Beton und von eventuell fehlerhaft durchgedrücktem Stahl ist nichts zu sehen.

Die Bewegung des Bauteils, das auf eingefetteten Rutschbahnen liegt, ist mit bloßem Auge eigentlich eher an den stets wiederkehrenden Handgriffen der Kirchner-Mannschaft zu erkennen. Die Arbeit der hydraulischen Pumpen wird zentral gesteuert. Aber unterm Bauteil werden alle paar Minuten vier filigrane Stangen gelöst, zurückgeschoben, mit dicken Muttern neu arretiert und wieder unter Zug–spannung gebracht. Nur 36 Millimeter dünn sind die Stäbchen, mit denen die Last nach vorn gezerrt wird. Mit jedem Schritt werden etwa 15 Zentimeter geschafft.

Beim nächsten Takt, der in etwa drei Wochen bereits fertig gegossen bereitliegen könnte, dürfte es schneller gehen. Dann kann, wie Fey erklärt, auf die Zugstangen verzichtet und gedrückt werden. Jeweils 25 Zentimeter sind dann pro Zylinderhub möglich.

Der Laie steht staunend daneben und fragt sich, wie das alles mit den vergleichsweise winzigen Werkzeugen tatsächlich funktioniert. „Das Taktschiebeverfahren an sich ist nicht neu“, sagt Scheuer. „Aber der Querschnitt ist schon ungewöhnlich groß. Bei einer Autobahn würden zwei Fahrbahnteile separat bewegt. Aber hier gibt es nur ein Stück.“ Ziehen, lösen, Stangen zurückschieben, Spindel nachdrehen, spannen und wieder ziehen: So geht’s noch stundenlang weiter.




Artikel Fritz Schubert

Quelle: RP Online 22.11.2006


Takt zwei in Arbeit

Während oben das erste Stück Fahrbahn aus der Schalung gleitet, liegen unterhalb der Station bereits Metallteile zum Einbau für Takt zwei bereit.

In etwa drei Wochen könnte auch dieses Stück schon auf die Reise zum Ufer gehen.

Dort wächst unterdessen der Pylon weiter. Noch in diesem Jahr, so Franz-Josef Scheuer vom Landesbetrieb, soll der Lagersockel fertig werden, auf dem das gestern gestartete Stück ruhen wird.






Dieser Artikel kommt von Rheinbruecke-Wesel.de, DAS ORIGINAL
http://www.nrbw.de/

Die URL für diesen Artikel ist:
http://www.nrbw.de/modules.php?name=News&file=article&sid=110