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Y wächst in den Himmel
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Y wächst in den Himmel

Datum: Samstag, 06. Januar 2007
Thema: Berichte Neue Rhein Zeitung

Y wächst in den Himmel

RHEINBRÜCKE. Die Bauarbeiten an dem Jahrhundertwerk kommen gut voran. Im Herbst soll der 130 Meter hohe Pylon fertig sein. Ein neues Verfahren kommt bei den Tragseilen zum Einsatz.

WESEL. Etliche Besuchertermine hat Hans Löckmann bereits in seinem Terminkalender stehen. Das Interesse an der Jahrhundertbaustelle von Wesel ist ungebrochen. Bereits im vergangenen Jahr kamen immer wieder Besuchergruppen auf die Baustelle, zogen einen Helm auf und ließen sich das imposante Werk erklären. Jetzt ist schon ein Teil der Vorlandbrücke erkennbar. Auf der linken Rheinseite wächst sie in 32-Meter-Schritten. Ist ein Teilstück fertig, der Spannbeton trocken, wird der Koloss Richtung Ufer geschoben. Taktbauweise nennt der Fachmann das.



Auf der rechten Uferseite kommen die Arbeiten auch gut voran, so Projektleiter Löckmann. Im Mai oder Juni wird die Vorlandbrücke auf der rechten Seite fertig, dann wird noch ein Stück Stahl montiert. "Ein bisschen ragt es in den Strom hinein, bis April werden wir dafür wohl brauchen", erzählt Löckmann beim Besuch der NRZ auf der Baustelle. Der Rest der Stahlkonstruktion kommt dann von der anderen Seite.

Auf der linken Seite wächst in diesem Jahr der Pylon in den Himmel. "Der Pfeiler ist so gut wie fertig", meint der Projektleiter. Im Februar werde mit den Ästen des Ypsilons begonnen. Die Arbeiten an dem 130 Meter hohen Brückenpfeiler ziehen sich bis September hin. Einen Monat früher sieht der Bauzeitenplan die Fertigstellung der Vorlandbrücke vor. Bis ins nächste Jahr werden sich dann die Stahlbauarbeiten der eigentlichen Rheinquerung hinziehen.

Schuss für Schuss

Dafür bringen Schwertransporter jeweils neun große und schwere Stahlteile auf die Baustelle an der B 58. "Sie kommen in einer Nacht geschlossen an und das Material reicht für einen Monat", erklärt Löckmann. Dann wächst der Koloss über den Fluss. Schuss für Schuss, wie der Experte sagt. Für die Tragseile wird ein neues Verfahren eingesetzt. Bisher tragen bei solchen Brückenbauwerken geschlagene Seile die Last, bei der neuen Rheinbrücke werden einzelne Litze genommen, die in einem Rohr liegen. Immer soviele wie für die Tragkraft benötigt wird. Vorteil dieser Variante: Die Litze sind von einem Kunststoffmantel umhüllt, das erleichtert den Korrosionsschutz. Aufs Streichen der Seile kann verzichtet werden. Löckmann erwartet deshalb auch in diesem Jahr mehr Fachpublikum auf der Baustelle. Eine Gruppe aus den Niederlanden hat sich bereits angemeldet. "Die wollten Karfreitag kommen", erzählt Löckmann. Weil dieser Tag im Nachbarland kein Feiertag ist. Jetzt begrüßt er die niederländischen Fachleute nach Ostern. Und: "Es ist das zweite Mal, dass dieses Verfahren in Deutschland eingesetzt wird. Bei der Rügenanbindung wurden 150 000 Tonnen gebraucht, wir benötigen für die Rheinbrücke eine Tragkraft von 700 000 Tonnen."

Diejenigen, die nicht nur von der alten Rheinbrücke einen Blick riskieren, sondern ganz nah ran wollen, haben bei einem weiteren Tag der offenen Baustelle die Möglichkeit. "Im Februar wollen wir einen solchen Tag anbieten. Wir müssen aber noch einen Termin ausgucken", so Projektleiter Löckmann.

Für ihn ist klar, die Baustelle wird im Frühjahr 2009 geräumt, denn dann ist die neue Rheinbrücke fertig. Mit den Zufahrten und der Lippequerung. Der Fluss, so Löckmann, werde seinen Lauf verändern, aber immer noch an der heutige Stelle in den Rhein münden. Auch wenn es in der Vergangenheit geheißen hat, die Mündung werde verlegt.

05.01.2007    MICHAEL TUREK

Quelle: http://www.nrz.de/



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