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Probleme ohne Ende?
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Probleme ohne Ende?

Datum: Mittwoch, 28. Februar 2007
Thema: Berichte Neue Rhein Zeitung

Probleme ohne EndeSÜDUMGEHUNG. Die Ablehnung der Pläne für die Straße am Fusternberg ist weiter massiv. Das wurde bei einer Informationsveranstaltung des Landesbetriebes mit Anwohnern deutlich.

WESEL. 20 Jahre und kein bisschen weiter. Ernüchterung, Enttäuschung gestern Abend unter rund 80 Fusternbergern in der Niederrheinhalle. Die Straßenplaner vom Landesbetrieb haben vorgestellt, wie die Umgehungsstraße in dem Stadtteil aussehen soll, und Jürgen Göbeler kündigt Widerstand an: "Einen Ausverkauf des Fusternberges wird es nicht geben." Eine "Keimzelle" von rund 20 Familien, die über die Jahre Bestand hat, werde sich dagegen zur Wehr setzen.



Die Planer, gestehen die Anwohner zu, tun ihre Pflicht: Sie informieren, wenngleich mit Mängeln. Querschnittzeichnungen fehlen, manches kann man sich nicht konkret vorstellen. Die Angaben zum Lärmschutz sind nicht präzise genug. Aber Emotion geht immer wieder vor Information. Sind Tiere und Naturschutz wichtiger als Menschen, wird gefragt und: "Was soll entlastet, was umgangen werden?"

Formal hat sich doch etwas bewegt. Der Vorentwurf ist vom Bundesminister genehmigt und damit grundsätzlich auch die Finanzierung. 66 Millionen Euro für 3,75 Kilometer - "ein monumentales Bauwerk", wie einer sagt, mit Tunnel, Tieferlegung, Anhebung der Bahngleise, Straßenüber- und -unterquerung. Aber, so kommt es an, mit nur einmeterfünfzig Lärmschutz.

Die Planer Herbert Hölters und Hans Löckmann mühen sich, ihre Pläne Stück für Stück zu erläutern. Vom gefürchteten Baulärm während der etwa vierjährigen Bauzeit, der immerhin weitgehend eingedämmt wird, über die Hochwassergefahr, die einkalkuliert ist, und die Bauweise, die erschütterungsfrei erfolgen kann, kommen die Einwände auf den Kernpunkt: Die Zersstörung von Wohnqualität. Schon die Eisenbahn ist ein Problem, und nun soll zwar ein richtiger Tunnel gebaut werden, aber nach 260 Metern gerade dort aufhören, wo Wohnbebauung beginnt - Lärm und Abgasentlüftung frei Haus, lautet die Kritik. Jürgen Göbeler formuliert die Forderung: "Den Tunnel 150 bis 200 Meter weiter durchziehen."

In der Tat: Das gab es schon mal. Der Bund habe solche Pläne gestrichen, halte das auf der Grundlage bestehender Lärmschutzbestimmungen für Luxus, so die Planer. Ein längerer Tunnel bedürfe einer kostspieligen Belüftungsanlage. Sie kündigen ein unabhängiges Lärm- und Schadstoffgutachten und die Darstellung von Lärmpegeln an einzelnen Häusern an. Aber: "Eine Verlängerung werden wir nicht vornehmen", sagt Hölters und trifft den wunden Punkt: Zwar werden die Anwohner noch gehört, wenn die Pläne offengelegt werden, aber man sehe doch, dass dies lediglich eine Formalie sei, eine Scheinbeteiligung, verlautet im Saal.

Fragen wie die, wieviele Autos hier einmal fahren werden (Prognose: 23 000 in 24 Stunden) und wie schnell (70 bis 80 km/h), geraten da eher an den Rand. Eine Chance, die ungeliebten Pläne zu durchkreuzen, entdecken die Kritiker in der von der Stadtverwaltung geplanten neuen Wohnbebauung in dem Bereich, aus dem Tretford abwandert. Das könnte die Planung beeinflussen und die Prognose, Ende 2009 vielleicht Baurecht zu haben, über den Haufen werfen. Die Straßenbauer halten sich bedeckt.

Ein, zwei Fusternberger gibt es, die, weil Flächen erworben und einzelne Häuser weichen sollen, die Verkaufsbedingungen ausloten. Aber Göbeler deutet für viele an, was es für die Planer geben könnte: "Probleme ohne Ende."






27.02.2007    JOACHIM FREUND (Text)

NRZonline




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