Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /homepages/0/d530306170/htdocs/nrbw/httpdocs/includes/mx_api.php on line 293

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /homepages/0/d530306170/htdocs/nrbw/httpdocs/includes/mx_api.php on line 293

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /homepages/0/d530306170/htdocs/nrbw/httpdocs/includes/mx_api.php on line 1321
Harte Arbeit in Berlin für den Fusternberg
Rheinbruecke-Wesel.de, DAS ORIGINAL

Harte Arbeit in Berlin für den Fusternberg

Datum: Freitag, 09. März 2007
Thema: Berichte Neue Rhein Zeitung

SÜDUMGEHUNG. Die SPD macht einen Vorschlag, wie ein längerer Tunnel finanziert werden könnte. Die Planer rechnen. Andere sind verbittert.

WESEL. Die Fusternberger hoffen, dass die Politiker in Berlin und vielleicht auch in Düsseldorf für sie in Sachen Umgehungsstraße Verbesserungen erreichen. Bei der dritten Veranstaltung in zwei Wochen zum Thema, diesmal von der SPD veranstaltet und erneut gut besucht, konkretisierte Hans Löckmann die Zusagen der Straßenenplaner für von den Anwohnern gewünschte Berechnungen, und die SPD legte eine Idee vor, wie die von allen geforderte Tunnelverlängerung finanziert werden könnte.


Wie die CDU wollen nun auch die Sozialdemokraten einen Ratsbeschluss zur Stärkung einer einheitlichen Position. Ihr Fraktionsvorsitzender Ludger Hovest will "mit der Landes- und Bundesregierung sprechen und überlegen, wie wir soviel Wind machen können, dass Herr Löckmann mehr Geld bekommt". Das zielt auch auf den Bereich Fusternberger Straße/Wackenbrucher Straße, wo die ursprüngliche Lösung durch einen weiteren Tunnel wieder aufgenommen werden müsse. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp unterstützte das und verlangte den raschen vierspurigen Ausbau der Schermbecker Landstraße vom Anschluss der Umgehung bis zur Autobahn gleich mit.

Die Idee: Mehr Tunnel statt doppeltem Deichschutz

Die SPD sieht eine Möglichkeit, Gelder umzuschichten. Die hat das Land für zusätzlichen Deichschutz im Bereich der alten Bahntrasse bereits bewilligt. Genau dort soll mit dem Straßenbau eine Absicherung gegen Hochwasser entstehen, so dass die Landesmittel überflüssig wären und in die Tunnelerweiterungen gesteckt werden könnten.

Straßenplaner Löckmann stellte für den Herbst nicht nur neue Zeichnungen (Schnitte mit Höhenvergleichen) in Aussicht, sondern machte auch deutlich, dass das in Auftrag gegebene unabhängige Lärm- und Abgasgutachten auch die geplante Wohnbebauung im Tretford-Bereich mit kalkulieren werde. Zudem will er in Vergleichsrechnungen Tunnelverlängerung und stattdessen bislang vorgesehenen Lärmschutz gegenüberstellen. Nicht beantworten konnte er die Frage, wie hoch der Lärmpegel derzeit ist. Damit ließe sich ein Vergleich zu den erwarteten Lärm-Werten herstellen.

"Unsere Kinder kriegen Lungenkrebs"

Neben den Bemühungen, im Detail für Verbesserungen zu sorgen, gab es auch grundlegende Kritik. Man hätte erst die Zumutungen ermitteln und dann die Trasse festlegen dürfen, ging ein Vorwurf in Richtung Alternativen. "Mit welcher Berechtigung werden Weseler Bürger auf Kosten anderer Bürger entlastet?" lautete eine Frage, die auf die Absicht zielte, die Auswirkungen des Verkehrs in der Innenstadt zu reduzieren. Der Fusternberg sei seit Jahren von Baustellenverkehr betroffen, die Betuwe-Linie werde für noch mehr Belastung sorgen, die Clarenbachstraße sei gerade neu ausgebaut worden, und nun stehe eine neue Rennstrecke praktisch ins Haus.

Die vielen Gärten seien bald nicht mehr nutzbar, die Fenster wegen Lärm und Abgasen nicht mehr zu öffnen, Häuser müssten wertmindernd verkauft werden. Die Schlussfolgerungen waren teils radikal ("den Fusternberg total untertunneln, alle entschädigen, und wir ziehen woanders hin") und mündeten in Bitterkeit: "Wir Älteren sind nicht mehr leistungsfähig und müssen zum Arzt" und: "Unsere Kinder werden Lungenkrebs kriegen."

"Das wird ein ganz hartes Stück Arbeit für die Weseler Politik", prophezeite Fraktionschef Ludger Hovest. Entsprechend hart müsse die Lobbyarbeit sein.






NRZonline 09.03.2007    JOACHIM FREUND




Dieser Artikel kommt von Rheinbruecke-Wesel.de, DAS ORIGINAL
http://www.nrbw.de/

Die URL für diesen Artikel ist:
http://www.nrbw.de/modules.php?name=News&file=article&sid=154