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Wie ein Segel im Wind
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Wie ein Segel im Wind

Datum: Freitag, 27. Juli 2007
Thema: Berichte Neue Rhein Zeitung

RHEINBRÜCKE II. Die ersten beiden Verankerungskästen wurden auf den Pylon montiert. Kräftige Böen waren ein Problem.

WESEL. Der kritische Moment liegt noch vor ihnen. 75 Tonnen Stahl per Kran in die Höhe zu wuchten ist eher das kleinere Übel. Die Leute unten sind trotzdem ein wenig skeptisch. "Der hängt ein bisschen schief". Stimmt, das sieht auch der Laie. Das Seil ist schuld. Also wird der Stahlträger, der eigentlich auf dem Weg nach oben ist, nach wenigen Metern gestoppt. "Der muss im Schwerpunkt hängen, sonst haben die Leute oben keine Chance", weiß Franz-Josef Scheuer von der Bauaufsicht.



Da oben, das ist rund 70 Meter über seinem Kopf, auf dem Pylon. Denn dort soll der Verankerungskasten, der später die Seile der Brückenkonstruktion halten wird, hin. Der erste von insgesamt sechs, die in drei Paaren bis zum Dienstag zusammengeschweißt werden. Rund 42 Meter wird der Pylon dann höher in den Himmel ragen.

"Das haut mich nicht vom Hocker"

Für viele der Bauarbeiter an der Rheinbrücke ist es eine Premiere. Fleißig werden Schnappschüsse gemacht. "Man will ja zeigen, dass man dabei gewesen ist", freut sich Sebastian Hof (29), der als Tiefbauer eigentlich wenig mit den Arbeiten auf dem Pylon zu tun hat. Während der Schermbecker ganz interessiert zuschaut, bleibt Jochen Lüer, Bauleiter der ausführenden Firma Donges, locker. "Das ist ja Routine und haut mich nicht mehr vom Hocker." In ganz Deutschland war er schon bei Brückenarbeiten dabei - und hat schon brisantere Fälle erlebt. "Wenn man in der Nachtsperrpause an Gleisen arbeiten muss und nur zwei Stunden Zeit hat, bis die ICEs wieder angerauscht kommen, dann ist das was anderes", sagt der 36-Jährige lachend. Etwas wirklich Neues sei aber selten dabei, "auch wenn alles Unikatbauten sind."

Hier werde es erst schwieriger, wenn der erste "Schuss", also der Stahlträger, auf dem Pylon abgesetzt werden soll. Dann muss alles passen. Der größte Gegner: Der Wind. Denn der Stahlträger wirkt wie ein Segel und alles andere als windschnittig. "Da oben zieht´s wie Hechtsuppe", teilt ein Kollege mit.

Den Kran, der extra angemietet wurde, stört das nicht. Aber die Arbeiter auf dem Pylon. Schließlich müssen die, man glaubt es kaum, die 75 Tonnen Gewicht, nicht zuletzt mit Muskelkraft in die richtige Position dort bringen. "Und so viele können da oben nicht sein, da ist ja nicht so viel Platz", weiß Franz-Josef Scheuer. Doch nachdem das Seil gerichtet ist, kommt auch der "Schuss" gerade oben an. Nicht lange, und der erste Verankerungskasten sitzt - Wind hin oder her. Auch der Zeitplan wird eingehalten. Derweil liegt auch der zweite Schuss schon bereit zum Abheben. Das gleiche Schauspiel wartet wieder auf Bauarbeiter und Neugierige. Insgesamt noch fünfmal, dann sind wieder die Betonbauer im Einsatz.Rund 110 Meter wird der Pylon am Dienstag messen. Anschließend werden die Verankerungskästen betoniert, was acht Wochen Zeit in Anspruch nehmen wird. Zuletzt werden noch drei Stahlteile aufgesetzt, die dann allerdings mit dem normalen Oberdrehkran angebracht werden. Seine endgültige Höhe von 130 Metern wird der Pylon Ende November erreicht haben.





27.07.2007    

Quelle: http://www.nrz.de/





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