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Besondere Seilschaften
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Besondere Seilschaften

Datum: Freitag, 16. November 2007
Thema: Berichte Neue Rhein Zeitung

RHEINBRÜCKE. Litzenbündel halten die schwere Brücke. Diese Technik wird in Deutschland erst zum zweiten Mal eingesetzt.

WESEL. Das Modell der neuen Rheinbrücke ist bekannt. Ein schönes Bauwerk wird die beiden Rheinufer verbinden. Der Pylon ist ein Blickfang. Die Vorlandbrücke auf der Büdericher Seite ist fertig, mit dem Stahlbau über den Rhein wurde begonnen, die ersten Seile sind gespannt, sind unten in der Fahrbahn und oben am Pylon verankert worden. Jetzt wird auch deutlich, was beim Modell und bei den Animationen leicht übersehen wird: Die Winkel sind unterschiedlich. Auf der Vorlandbrücke aus Beton ergeben die Seile einen Fächer, auf der Stahlbrücke über den Strom werden die Seilgruppen in Form einer Harfe ausgebildet. Wieso? Die Erklärung dazu liefern Helmut Reinsch und Hans Löckman, die Brücken-Experten des Landesbetriebs Straßenbau.


Dass die Seile nicht im gleichen Winkel verankert sind, ist bewusst so, erläutert Reinsch. Die einzelne Seile müssen an einer ganz bestimmten Stelle auf der Stahlbrücke verankert werden. Nur so könne das tonnenschwere Gewicht gehalten werden. Deshalb erhalten die Seile auf der Stahlbrücke die Form einer Harfe. Mit jedem Schuss, mit dem die Brücke über den Rhein wächst, kommen weitere Seilschaften hinzu. Bei jedem fertigen Abschnitt wird zunächst die Spannung aus den Seilen genommen. "Dann schauen wir, wie liegt die Brücke, stimmt die Höhe", so Reinsch. Nachts werden die Seile wieder gespannt. Wieso nachts? "Dann haben wir ausgeglichene Temperaturen, am Tag gibt es zu große Unterschiede."

Spannend ist dieses Kapitel für richtige Brückenexperten. Denn es wird eine besondere Technik eingesetzt. Anstelle der üblichen Drahtseile halten Litzenbündel die Brücke. Jedes einzelne Bündel besteht aus bis zu 55 Litzen, das wiederum aus jeweils sieben Drähten gedreht wird. "Diese stellen für Deutschland eine Neuentwicklung dar, die bei der Weseler Brücke zum zweiten Mal angewendet wird", heißt es in einem Artikel von Hans Löckmann, der im Jahrbuch des Kreises Wesel erschienen ist. Die Bündel bestehen aus einzelnen zirka 15 Millimeter dicken Stahllitzen, die mit einen Fettüberzug versehen werden. Darüber wird ein Kuststoffmantel aufgezogen. Diese Litzen werden je man erforderlicher Tragkraft zu 35 bis 55 Stück in ein Kunststoffhüllrohr gezogen und im Brückenträger und Pylon verankert.

Zum ersten Mal ist diese Technik bei der neuen Brücken auf die Insel Rügen eingesetzt worden. Aber was das Gewicht betrifft, schlägt die Weseler Brücke den Konkurrenten um ein Vielfaches. Wenn die ersten Autos 2009 über die Brücke fahren, halten 700 Tonnen Litzenbündel die vier Fahrspuren, bei Rügen sind es "nur" 150 Tonnen.

Ein weiterer Vorteil ist die Kunststoffumantelung. Das Hüllrohr schützt die Seile und erleichtert die Wartung. Würden die Seile offen liegen, müsste in bestimmten Abständen der Korrionsschutz erneuert werden. Diese aufwändige Arbeiten sind hierbei nicht erforderlich.






BESUCH AUS BERLIN Die Baustelle der neuen Rheinbrücke ist ein Magnet. Über 6000 Besucher hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW schon am Büdericher Rheinufer begrüßen können. Montag erhält das Team um Projektleiter Hans Löckmann Besuch aus Berlin. Achim Großmann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsminister, wird sich mit Ekhart Maatz vom Landesverkehrsministerium über den Stand der seit zwei Jahren laufenden Bauarbeiten informieren. Immerhin investiert der Bund in die neue Rheinbrücke mehr als 30 Millionen Euro.



Quelle:  NRZ Wesel, 16.11.2007, MICHAEL TUREK



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