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Brückenbaustelle: Ab jetzt schwebend über den Rhein
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Brückenbaustelle: Ab jetzt schwebend über den Rhein

Datum: Dienstag, 20. November 2007
Thema: Berichte Rheinische Post

Wesel (RP) Der Mann ist schwindelfrei. Furchtlos bestieg Achim Großmann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, gestern auf der Brückenbaustelle die luftige Gondel und ließ sich bei steifer, arg frischer Brise vom Kran in 140 Meter Haken-Höhe bis über die Spitze des schlanken Pylons aus Beton hieven.

Der Aufzug ist noch nicht vom TÜV abgenommen. Keine komfortable, dafür aber eine eindrucksvolle Fahrt, die einen grandiosen Überblick darüber lieferte, was hier für rund 50 Millionen Euro über den Rhein wächst, um den Wirtschaftsstandort Niederrhein zu stärken. „Es war toll“, befand der ranghohe Besucher, als er über dem Strom wieder festen Boden unter den Füßen hatte.



Lückenschluss in einem Jahr

Großmann wollte es sich nicht nehmen lassen, ein bislang einmaliges Brückenbauwerk zu inspizieren. Das Projekt hat vom Büdericher Vorland aus inzwischen den Fluss erreicht. Auf der Wasserstraße läuft der Verkehr „wie bei einer Autobahnbaustelle“ weiter, bei Bedarf einspurig, erläuterte Projektleiter Hans Löckmann. Gebaut wird von oben, im so genannten Taktschiebeverfahren, Stück für Stück.

Am Haken hing gestern der stählerne Rad- und Gehweg des achten von insgesamt 20 Abschnitten à elf Einzelteile, in denen der 770 Meter überspannende Brückenschlag bis Ende 2008 gelingen soll. „Nächstes Weihnachten soll der Lückenschluss geschafft sein“, wünscht sich Löckmann. Anfang 2009 sollen Autos über die vier Fahrspuren rollen. Das Besondere an der Niederrheinbrücke: Sie wird am Ende von 36 rot ummantelten, so genannten Litzenbündeln (55 Litzen, also Seile aus je sieben verflochtenen Drähten) gehalten, die 700 Tonnen auf die Waage bringen.

Mit einer Tragfähigkeit von 18 000 Tonnen sollen die Seile rund 6000 Tonnen Stahl fest im Griff haben, auf dem täglich über 30 000 Autos rollen werden. Die ersten beiden Seile sind montiert. Die Litzen-Technik ist hierzulande ein Prototyp, der erstmals bei der Brücke von Stralsund nach Rügen erprobt wurde. Da bringen’s die superstarken Litzenbündel zusammen „nur“ auf 150 Tonnen. „Sehr gut beherrschbar“ sei das noch nicht abschließend amtlich abgesegnete Verfahren, ist Löckmann überzeugt.

Das große Plus der Litzen gegenüber konventionellen Stahlseilen: Sie sind leichter zu montieren und vor allem wartungsärmer. Der Rostschutzanstrich in großer Höhe entfällt.




Quelle: RP online 20.11.2007 VON BERNFRIED PAUS



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