Es ist nicht mehr zu übersehen, die Brückenbauer haben es fast vollbracht, nicht mehr viele Meter fehlen. „Zwei Schüsse noch, dann ist der Lückenschluss geschafft”, freut sich Projektleiter Hans Löckmann. Ende Mai, Anfang Juni wird es soweit sein, dann verbindet die neue Brücke beide Rheinufer.
Pro Schuss werden elf Stahlteile montiert. Aber auch dann bleibt noch eine Lücke von einigen Zentimetern und ein Höhenunterschied wird nicht zu übersehen sein. Was keine Schlamperei oder Pfusch am Bau, sondern von den Ingenieuren geplant ist. „Die Weseler Seite wird angehoben und nach vorne geschoben”, erläutert Hans Löckmann das aufwändige Prozedere des Lückenschlusses. Dann werden die letzten Nähte verschweißt. Das wird dann auch der Moment sein, die erste Feier auf der Brücke zu starten. Bereits jetzt macht sich das Team um Löckmann darüber Gedanken. Immerhin ist die Weseler Rheinquerung die größte Schrägseilbrücke, die zurzeit in der Bundesrepublik im Bau ist.
Submitted by webmaster on Tuesday, February 24 2009
Bei der neuen Rheinbrücke klafft noch eine Lücke von 80 Metern. Die wird Ende April, Anfang Mai geschlossen sein. Vier Schüsse fehlen noch. Brückenexperte Hans Löckmann beschreibt mit diesen Worten das, was jeder ganz gut mit den eigenen Augen sehen kann. Bei der neuen Rheinbrücke gibt es noch eine ganz schöne Lücke. Eigentlich sollten die Stahlbauarbeiten Ende diesen Jahres beendet sein, doch die Witterung spielte nicht immer mit. Das kostete einige Wochen. Und auch die Insolvenz der Stahlbaufirma Donges im Frühjahr warf die Brückenbauer zurück. Gut 80 Meter fehlen noch, übersetzt Projektleiter Hans Löckmann die vier Schüsse. Dann sind beide Ufer miteinander verbunden, komplett ist die neue Brücke über den Strom damit aber noch nicht.
Submitted by webmaster on Tuesday, November 25 2008
WESEL. Monatelang standen sie Seite an Seite, sind gar viele Wochen verbunden gewesen. Die Zeit der Zweisamkeit ist bald vorbei: Der in den Himmel ragende gelbe Kran auf der Brückenbaustelle am Rhein hat ausgedient. Der Pylon ist fertig, hat eine Höhe von 130 Metern erreicht.
Submitted by webmaster on Wednesday, August 06 2008
WESEL. Stück für Stück wächst bei Wesel eine neue Brücke über den Rhein.
Klaus Reihs zupft sich sein verschwitztes blaues T-Shirt zurecht,
wischt sich mit der verschmutzten Hand durch die Haare und grinst. Er
ist zufrieden. Der Mann aus Leverkusen steht mitten in einer
Großbaustelle: Kurz vor Wesel wird zurzeit die neue Rheinbrücke, die
durch ihren 130 Meter hohen Pylonen als neues Wahrzeichen der
Kreisstadt gilt, errichtet. Reihs hält 20 Meter über dem Rheinwasser
als Bauleiter die Fäden in der Hand. Seine Mitarbeiter haben alles im
Griff, es läuft nach Plan: Im Mai 2005 war Spatenstich, im Sommer des
nächsten Jahres soll die Brücke fertig sein. Dann können die ersten
Autos herüber rollen. Auch das beeindruckend große Stahlteil, das
Montag per Sattelschlepper angeliefert und gestern Vormittag eingehoben
wurde, macht den Männern der Firma Donges Steel Tec keine Probleme.
„Das ist mittlerweile Routine für uns”, sagt Reihs.
Wesel. Die alte Rheinbrücke bei Wesel ist ein Nadelöhr am Niederrhein -
morgens Stau, abends Stau. Auch deshalb entsteht direkt daneben die
neue Rheinbrücke. Deren Mittelstück wurde am Dienstag eingesetzt: 20
Meter lang, 70 Tonnen schwer - ein "Meilenstein" für den Niederrhein.
Früh am Morgen ist Hans Loeckmann guter Dinge. Für den Landesbetrieb
Straßen.NRW überwacht der Diplom-Ingenieur als Projektleiter den Bau am
Rhein. Um 7 Uhr haben die Arbeiten an diesem Tag begonnen. Kurz nach 9
Uhr ist es, als der schwerste Brocken positioniert werden will. "Das
Teil ist das spektakulärste", prophezeit Loeckmann. Ein riesiger Kran
steht bereit, um den Trumm über dem Rhein zu positionieren. Das
Stahlsegment aus Blechplatten wurde per Schwertransport en bloc an der
Baustelle angeliefert. Der Landesbetrieb hat Glück mit dem Wetter an
diesem Tag. Die Sonne scheint am Morgen, kaum ein Lüftchen regt sich.
Anders wär schlecht. "Ab Windstärke sechs ist für den Kran Schluss",
erklärt Loeckmann. Schluss auch für die Arbeiten.